Köhler beklagt mangelndes Geschichtswissen

Berlin. Bundespräsident Horst Köhler hat das mangelnde Wissen der jungen Generation über das Naziregime und den Holocaust beklagt. Dieser Befund sei besonders bedrückend. Historische Bildung sei "zugleich ein Baustein für die Humanität der Gesellschaft, in der wir morgen leben werden", sagte Köhler gestern beim Gedenken des Bundestages an die Opfer des Nationalsozialismus

Berlin. Bundespräsident Horst Köhler hat das mangelnde Wissen der jungen Generation über das Naziregime und den Holocaust beklagt. Dieser Befund sei besonders bedrückend. Historische Bildung sei "zugleich ein Baustein für die Humanität der Gesellschaft, in der wir morgen leben werden", sagte Köhler gestern beim Gedenken des Bundestages an die Opfer des Nationalsozialismus. Aus Verärgerung über frühere Veranstaltungen nahm der Zentralrat der Juden in Deutschland nicht an der Holocaust-Gedenkfeier teil. Der Bundespräsident mahnte, die Vergangenheit dürfe nicht zum Museum werden: "Ich möchte heute das Versprechen ablegen: Wir Deutsche werden die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und das Gedenken an die Opfer wach halten." Köhler, Bundestagspräsident Norbert Lammert und die Vorsitzenden der Parteien forderten, Extremisten entschieden entgegenzutreten. dpa