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Klimagespräche in Bonn ohne konkrete Fortschritte

Klimagespräche in Bonn ohne konkrete Fortschritte

Bonn. Vier Monate vor der Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún kommen die internationalen Verhandlungen über den Klimaschutz kaum voran. Die Europäische Union und die USA beklagten zum Abschluss fünftägiger UN-Gespräche von 178 Staaten am Freitag in Bonn sogar teilweise Rückschritte gegenüber dem Klimagipfel von Kopenhagen 2009

Bonn. Vier Monate vor der Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún kommen die internationalen Verhandlungen über den Klimaschutz kaum voran. Die Europäische Union und die USA beklagten zum Abschluss fünftägiger UN-Gespräche von 178 Staaten am Freitag in Bonn sogar teilweise Rückschritte gegenüber dem Klimagipfel von Kopenhagen 2009. Die neue Leiterin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, sprach dennoch von guten Fortschritten, die aber noch längst nicht ausreichten. Hauptstreitpunkte blieben auch in Bonn die Reduzierung der Treibhausgase in Industrie- und Schwellenländern sowie die Finanzierung von Klimahilfen an die ärmsten Staaten. Im Kyoto-Protokoll hatten sich die Industriestaaten, allerdings ohne die USA, auf eine Verringerung ihrer CO2-Emissionen um durchschnittlich 5,2 Prozent bis 2012 gegenüber 1990 verpflichtet. Figueres wirbt für eine Übergangslösung, damit nach dem Auslaufen der ersten Kyoto-Periode keine rechtliche Lücke entsteht. Als Rückschlag wurde in Bonn gewertet, dass ein Energie- und Klimagesetz aus dem US-Senat zurückgezogen worden war. Der US-Unterhändler Jonathan Pershing bekräftigte am Freitag gleichwohl die Entschlossenheit von Präsident Barack Obama, gegen den Klimawandel vorzugehen. epd