Kambodschas langjähriger König Sihanouk ist tot

Peking. Der frühere kambodschanische König Norodom Sihanouk ist nach langer Krankheit in Peking gestorben. Zwei Wochen vor seinem 90. Geburtstag erlag er einem Herzversagen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gestern berichtete. Die kambodschanische Regierung erklärte, der Tod Sihanouks sei ein großer Verlust für das Land

Peking. Der frühere kambodschanische König Norodom Sihanouk ist nach langer Krankheit in Peking gestorben. Zwei Wochen vor seinem 90. Geburtstag erlag er einem Herzversagen, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gestern berichtete. Die kambodschanische Regierung erklärte, der Tod Sihanouks sei ein großer Verlust für das Land.Der beim Volk beliebte Monarch galt als widersprüchliche Figur. Er war 1941 noch unter französischer Herrschaft zum König gekrönt worden. Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes (1953) gründete er eine politische Partei, wurde Premierminister und später Staatsoberhaupt. Bei einer Auslandsreise 1970 wurde er entmachtet. Er ging nach Peking, wo er begann, die maoistischen Roten Khmer zu unterstützen. Nachdem deren Anführer Pol Pot 1975 das "Demokratische Kampuchea" ausgerufen hatte, kehrte Sihanouk als Staatsoberhaupt zurück. Kurz darauf aber setzten ihn die Roten Khmer ab und stellten ihn unter Hausarrest, weil Sihanouk er sie öffentlich kritisiert hatte. Nach der Besetzung Kambodschas durch vietnamesische Truppen 1979 ging Sihanouk wieder ins Exil nach China. 1993 wurde er erneut als König eingesetzt. afp

Foto: J. Delmas/afp

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort