Kaczynski geht vor Stichwahl in die Offensive

Warschau. Nach dem guten Abschneiden beim ersten Durchgang der Präsidentenwahl in Polen geht der nationalkonservative Kandidat Jaroslaw Kaczynski in die Offensive. Es sei höchste Zeit für eine direktes Fernsehduell zwischen Kaczynski und seinem Konkurrenten Bronislaw Komorowski, sagte Kaczynskis Wahlkampfleiterin gestern in Warschau

Warschau. Nach dem guten Abschneiden beim ersten Durchgang der Präsidentenwahl in Polen geht der nationalkonservative Kandidat Jaroslaw Kaczynski in die Offensive. Es sei höchste Zeit für eine direktes Fernsehduell zwischen Kaczynski und seinem Konkurrenten Bronislaw Komorowski, sagte Kaczynskis Wahlkampfleiterin gestern in Warschau. Über die Nachfolge des tödlich verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski wird am 4. Juli in einer Stichwahl entschieden. Derweil gingen die beiden Kandidaten sofort wieder auf Stimmenfang. Um ihre Erfolgsaussichten bei der Stichwahl zu verbessern, versuchen sie nun, die ausgeschiedenen Bewerber auf ihre Seite zu ziehen. Beim ersten Wahlgang am Sonntag hatte der amtierende Parlamentspräsident und Regierungskandidat Komorowski die absolute Mehrheit verfehlt. Nach Auszählung fast aller Stimmen lag der liberalkonservative Komorowski gestern mit 41,22 Prozent in Führung. Auf Jaroslaw Kaczynski, den Zwillingsbruder des im April bei einem Flugzeugabsturz getöteten Präsidenten Lech Kaczynski, entfielen nach Angaben der Staatlichen Wahlkommission in Warschau 36,74 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 55 Prozent. Nach einer Umfrage des Instituts Millward Brown SMG/KRC dürfte Komorowski den zweiten Durchgang mit 53,7 Prozent klar gegen Kaczynski (39,1) gewinnen. dpa

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