Journalisten-Affäre bringt BND in Bedrängnis

Journalisten-Affäre bringt BND in Bedrängnis

Berlin. Wegen der Überwachung einer "Spiegel"-Redakteurin durch den Bundesnachrichtendienst (BND) wächst der Druck auf den Geheimdienst-Chef Ernst Uhrlau. Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele sagte gestern nach einer Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Bundestags, man werde nicht ohne personelle Konsequenzen auskommen

Berlin. Wegen der Überwachung einer "Spiegel"-Redakteurin durch den Bundesnachrichtendienst (BND) wächst der Druck auf den Geheimdienst-Chef Ernst Uhrlau. Grünen-Fraktionsvize Hans-Christian Ströbele sagte gestern nach einer Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Bundestags, man werde nicht ohne personelle Konsequenzen auskommen. Das PKG hatte die Befragung Uhrlaus gestern nach zweieinhalb Stunden unterbrochen und auf heute vertagt. Es gebe noch kein abschließendes Urteil, sagte der Vorsitzende Thomas Oppermann (SPD). Nach einem "Spiegel"-Bericht hatte der BND von Juni bis November 2006 die E-Mail-Korrespondenz der Reporterin Susanne Koelbl mit einem afghanischen Politiker aufgezeichnet. Uhrlau hatte Koelbl am Freitag um Entschuldigung gebeten. dpa