Israelischer Geheimdienst beschäftigt Rabbiner als Seelsorger

Tel Aviv. Auch Agenten brauchen Seelsorge: Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad beschäftigt nach einem Zeitungsbericht einen Rabbiner in Vollzeit.

"Es gibt viele religiöse Mitarbeiter im Mossad und in den letzten Jahren ist ihre Anzahl noch gestiegen", erzählte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der israelischen Zeitung Maariv. Der jüdische Geistliche diene dort schon seit ein paar Jahren.

Der Rabbiner könne Fragen des jüdischen Religionsgesetzes beantworten, die mit der Agententätigkeit zu tun hätten, sagte der Mossad-Mitarbeiter. "Manchmal stellen sich - gerade wenn man sich in der Ferne aufhält - Fragen, was erlaubt und was verboten ist." Unter anderem gehe es um die jüdischen Speisegesetze, wenn die Agenten sich in Feindesland aufhalten, und die Einhaltung des Ruhetags Sabbat.

Im Jahr 2010 hatte ein Rabbiner Aufsehen erregt, als er weiblichen Mossad-Agentinnen Sex mit dem Feind erlaubte.

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