Internationaler Kinderhandel nimmt laut Hilfswerk Unicef zu

Internationaler Kinderhandel nimmt laut Hilfswerk Unicef zu

Berlin/Köln. Der moderne Sklavenhandel mit Kindern und Jugendlichen nimmt nach Einschätzungen von Kinderrechtsorganisationen weltweit immer mehr zu. Nach Informationen des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Kinderschutzorganisation Ecpat sind heute 27 Prozent der entdeckten Opfer von Menschenhandel Kinder und Jugendliche, wie Unicef Deutschland gestern mitteilte

Berlin/Köln. Der moderne Sklavenhandel mit Kindern und Jugendlichen nimmt nach Einschätzungen von Kinderrechtsorganisationen weltweit immer mehr zu. Nach Informationen des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Kinderschutzorganisation Ecpat sind heute 27 Prozent der entdeckten Opfer von Menschenhandel Kinder und Jugendliche, wie Unicef Deutschland gestern mitteilte. Zwei Drittel davon seien Mädchen.Die EU gehe von einem weltweiten Umsatz beim Kinderhandel von 25 Milliarden Euro aus, sagte Unicef-Vorstand Anne Lütkes. In Europa würden vor allem Kinder und Jugendliche aus südosteuropäischen Ländern wie Rumänien oder Bulgarien Opfer von Kinderhandel. Sie würden im Westen zur Prostitution gezwungen, brutal ausgebeutet und seien Gewalt ausgeliefert.

Nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden 2011 in Deutschland 482 Verfahren wegen Kinderhandel zur sexuellen Ausbeutung abgeschlossen. Die Mehrzahl der 640 Opfer war unter 21 Jahre alt, erläuterte BKA-Präsident Jörg Ziercke. epd