Institut für Wirtschaftsforschung: Mehr Rente für kleine Leute

Berlin. Als Mittel gegen drohende Altersarmut hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine radikale Rentenreform zugunsten von Geringverdienern vorgeschlagen. Dazu stellte das DIW gestern in Berlin eine neue Rentenformel vor, die nicht nur die Dauer der Beitragszahlung, sondern auch die erwartete Lebensdauer und das Einkommensniveau des Betroffenen berücksichtigt

Berlin. Als Mittel gegen drohende Altersarmut hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine radikale Rentenreform zugunsten von Geringverdienern vorgeschlagen. Dazu stellte das DIW gestern in Berlin eine neue Rentenformel vor, die nicht nur die Dauer der Beitragszahlung, sondern auch die erwartete Lebensdauer und das Einkommensniveau des Betroffenen berücksichtigt. Wer mehr als eine Durchschnittsrente (heute: etwa 1100 Euro im Monat) bezieht, müsste danach etwas abgeben. Je höher, desto mehr. Das Bundesarbeitsministerium wies den Vorschlag für eine "Rente nach Lebenserwartung" zurück. Ein solcher Schritt käme einer Abkehr vom Prinzip der Solidargemeinschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung gleich. Altersarmut könne und müsse mit anderen Mitteln bekämpft werden. Die Deutsche Rentenversicherung kritisierte den Vorstoß als "wenig zielgenau" und systemfremd. dpa

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