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Was ändert sich im Oktober? Corona-Regeln, Mindestlohn, Grundsteuer & Co. ​

Tipps für Verbraucher : Was ändert sich im Oktober? Corona-Regeln, Mindestlohn, Grundsteuer & Co.

Das ändert sich im Oktober 2022 in Deutschland

Die neuen Corona-Regeln treten in Kraft und Hausbesitzer müssen ihre Grundsteuerklärung abgeben. Im Oktober müssen Verbraucher vieles beachten. Ein Überblick.

Ein neuer Monat bringt üblicherweise Änderungen mit sich. Im Oktober haben diese aber nicht nur negative Auswirkungen, manche Menschen können mit einem höheren Lohn rechnen. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen für Verbraucher.

Mindestlohn steigt ab Oktober auf 12 Euro

Es war mit das erste Projekt, das Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in der neuen Ampel-Regierung umgesetzt hat: die Erhöhung des Mindestlohns. Ab dem 1. Oktober beträgt dieser 12 Euro die Stunde. Zuvor lag der Mindestlohn bei 10,45 Euro. Das ist eine Erhöhung um mehr als 40 Prozent.

Von der Erhöhung profitieren laut Bundesarbeitsministerium rund sechs Millionen Menschen. Vor allem Frauen und Menschen in den ostdeutschen Bundesländern. Diese würden häufig im Niedriglohnsektor arbeiten, heißt es seitens des Ministeriums.

Minijobs: Maximalbetrag wird erhöht

Auch für Minijobber dürfte sich die Situation ab Oktober verbessern. Steuerfrei und ohne Sozialabgaben dürfen Minijobber nun 520 Euro im Monat verdienen.

31. Oktober: Ende der Grundsteuererklärung

Noch immer hadern zahlreiche Immobilienbesitzer mit ihrer Grundsteuererklärung und haben sie nicht abgegeben. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr. Die Abgabefrist endet am 31. Oktober. Ob danach direkt Bußgelder verhängt werden, ist unklar. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) betonte allerdings zuletzt, dass er in einer Verlängerung der Abgabefrist weiterhin eine Option sieht.

Wie Sie die Grundsteuererklärung im Elster-Portal ausfüllen, haben wir Ihnen hier erklärt.

Diese Corona-Regeln gelten ab Oktober

Im Oktober tritt das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft.

  • Dann gilt bundesweit in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Zudem ist ein negativer Corona-Test vor dem Betreten von Kliniken und Pflegeheimen notwendig.
  • Weiterhin gilt in Fernzügen die Pflicht zum Tragen einer Maske.
  • Im Saarland gilt diese Pflicht auch im sonstigen ÖPNV.

Das Saarland verzichtet trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Inzidenzwerte vorerst auf weitere Einschränkungen in Schulen und Kitas, in der Gastronomie und im Einzelhandel. Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) begründete das am Dienstag mit der aktuell entspannten Situation in den Krankenhäusern. Derzeit würden auf den Intensivstationen 13 Covid-Patienten behandelt, vier von ihnen müssten beatmet werden. Mehr zu den Maßnahmen im Saarland lesen Sie hier.

Mehrwertsteuer auf Gas

Zum 1. Oktober könnte die Mehrwertsteuer auf Gas abgesenkt werden – von 19 auf sieben Prozent. Darüber muss aber noch der Bundestag am Freitag, 30. September, abstimmen. Ob die Absenkung tatsächlich kommt, ist derzeit noch unklar. Sie wurde ins Spiel gebracht, da durch die geplante Gasumlage die Gaspreise für die Verbraucher weiter ansteigen werden.

Kommt die Gasumlage?

Doch auch, ob die Gasumlage in Kraft tritt, ist derzeit unklar. Mehrere Politiker aus der Ampel-Koalition haben sich kritisch zu der geplanten Abgabe von 2,4 Cent pro Kilowattstunde geäußert.

Innerhalb der Bundesregierung liefen am Dienstag Verhandlungen, als möglich galt eine Einigung über ein Paket bis zur Kabinettssitzung am Mittwoch. Eigentlich sollte das Kabinett am Mittwoch Änderungen an der Gasumlage auf den Weg bringen, die „Trittbrettfahrer“ ausschließen - also profitable Firmen, die gar keine Unterstützung brauchen.

Gasheizungen müssen überprüft werden

Dagegen ist eine neue Regelung für Heizungen ab Oktober sicher. Eigentümer eines Gebäudes müssen künftig ihre Gasheizungen überprüfen lassen. Damit soll Energie eingespart werden. Die Regel gilt vorerst für zwei Jahre.

Impfstatus ändert sich ab Oktober

Für Tausende Menschen ändert sich ab dem 1. Oktober der Impfstatus. Dann gelten sie nicht mehr als „vollständig geimpft“. Das geht aus dem Infektionsschutzgesetz hervor, das an diesem Tag in Kraft tritt.

Bislang galten Menschen ab „vollständig geimpft“, wenn sie mindestens zwei Impfungen gegen das Coronavirus hatten oder eine Impfung und eine nachgewiesene Infektion mit Sars-Cov-2.

Ab Oktober sind mindestens zwei Impfungen plus Booster oder eine überstandene Infektion mit Sars-Cov-2 nötig. Lesen Sie hier, was Sie jetzt tun müssen.

Aufnahmestopp bei Tafeln im Kreis Saarlouis

Die Tafeln des Caritasverbandes Saar-Hochwald verkündeten am Dienstagmorgen einen vorübergehenden Aufnahmestopp. Dieser sei ab dem 1. Oktober gültig. Betroffen sind die Einrichtungen in Saarlouis und Lebach, nicht aber in Dillingen und Wadern.

Gründe für diese unfreiwillige Entscheidung sei „das ungünstige Zusammenspiel von steigenden Kundenzahlen, der sinkenden Menge an Lebensmitteln, die von Geschäften und Privatpersonen an die Tafeln gespendet werden“. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ab Oktober: WhatsApp funktioniert auf alten iPhones nicht mehr

Der beliebte Messenger-Dienst WhatsApp wird ab Oktober auf älteren iPhones nicht mehr unterstützt. Betroffen sind Geräte, die noch das Betriebssystem iOS 10 und 11 haben. Nutzer müssen das Betriebssystem updaten, um WhatsApp weiter nutzen zu können. Allerdings wird iOS 12 auf einigen alten Smartphones nicht mehr unterstützt. Dies betrifft das iPhone 5 und das iPhone 5c.