Zum Antrag von Ampel und Union für einen Veteranentag Ein nationales Bekenntnis zur Truppe

Meinung · Deutschland, Deine Veteranen! In anderen Ländern gibt es den Veteranentag längst. Dass nun auch Deutschland als Zeichen einen solchen Tag einführt, ist überfällig --als Wertschätzung für einen Dienst, der im Zweifel Verletzung, Verwundung und Tod mit sich bringen kann.

Ein Veteranentag, wie er nun auch in Deutschland geplant ist, soll die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten würdigen

Ein Veteranentag, wie er nun auch in Deutschland geplant ist, soll die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten würdigen

Foto: dpa/Christophe Gateau

In den USA, Großbritannien und Frankreich ist es lange Tradition. In Deutschland muss es erst noch eine werden. Aber vielleicht gehört auch das zur Zeitenwende: ein Veteranentag für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Das Thema war lange strittig. Aber am Ende haben SPD, Grüne, FDP dann doch mit den oppositionellen Unionsparteien zusammengefunden und einen gemeinsamen Antrag formuliert. Das Parlament treibt aus seiner Mitte eine Initiative an, mit der Politik wie Gesellschaft ihr Verhältnis zu den Streitkräften noch einmal neu denken müssen. Ein nationaler Veteranentag wäre auch eine Art nationales Bekenntnis zur Truppe, in der seit ihrer Gründung 1955 mehr als zehn Millionen Frauen und Männer gedient haben.

Der Soldatenberuf ist kein Job wie jeder andere. Jede und jeder, die und der ihn ergreift, sollte sich vorher bewusst machen, dass er dafür im Zweifel auch bereit sein muss, Gesundheit und Leben zu geben. Das ist der Preis. Und dieser Preis kann maximal sein. Deswegen: Es ist an der Zeit, man könnte auch sagen überfällig, die Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr mit einem Ehrentag zu würdigen. Manche leiden an den Folgen ihrer Auslandseinsätze den Rest ihres Lebens – physisch oder psychisch oder beides. Parteipolitik verbietet sich deshalb, obwohl es gedauert hat, bis der Antrag für einen Veteranentag nun endlich steht. Hoffentlich macht nun auch die Regierung hier Tempo. Und es ist richtig, wenn Soldatinnen und Soldaten mit Kriegs- oder Einsatzschäden künftig sehr viel schneller als bisher einen Bescheid zur Anerkennung erhalten und sie weniger Beweise dafür auf den Tisch legen müssen. Den Schaden haben sie schon.

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