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Übererfüllung der Klimaziele in Deutschland ist kein Grund zur Euphorie

Kommentar : Kein Grund zur Euphorie

Die Übererfüllung der Klimaschutz-Ziele der Bundesregierung bis 2020 ist kein Grund zur Euphorie. Nur weil Corona Wirtschaft und Gesellschaft in weiten Teilen lahmgelegt hat, ging das politische Klima-Kalkül am Ende doch noch auf.

Besonders am Beispiel des Verkehrssektors zeigt sich, wie die Pandemie die Treibhausgas-Bilanz schönt. Zwar verursachen spritsparende Autos geringere CO2-Emissionen, Elektroautos sowieso. Doch verblassen solche Effekte angesichts der Tatsache, dass im vergangenen Jahr deutlich weniger Lkw auf der Straße und Flugzeuge in der Luft waren. Allein der inländische Flugverkehr ging um mehr als die Hälfte zurück. Das wird sich aber wieder ändern, denn auch die schlimmste Pandemie ist irgendwann vorbei. Die weiteren selbst gesteckten Klimaziele der Bundesregierung jedoch bleiben. Man kann diese Ziele als völlig unzureichend kritisieren, wie es Umweltverbände und Teile der Opposition tun. Aber wenn sie auch ohne eine schreckliche Pandemie zu verwirklichen wären, dann wäre schon einiges gewonnen.