SPD und CDU brauchen für Regierungsbildung in Bremen Partner

Jamaika oder Rot-Rot-Grün? : SPD und CDU suchen nach Bremen-Wahl Mehrheiten

Nach der Landtagswahl in Bremen versuchen CDU und SPD, jeweils ein Regierungsbündnis unter ihrer Führung zu schmieden. Dazu warben sie am Montag um Partner, vor allem um die Grünen. Die CDU, seit dem Wahlsonntag stärkste Kraft, vereinbarte mit der erstarkten Ökopartei ein erstes Sondierungsgespräch für Mittwoch, wie Landesvize Jens Eckhoff sagte.

Für Freitag sei ein Gespräch mit der FDP geplant, die ebenfalls dem Dreierbündnis angehören soll. Die SPD wiederum, die in ihrer Hochburg drastisch verloren hatte, sieht in einer Koalition mit Linken und Grünen eine Chance, an der Macht zu bleiben. Konkrete Termine für Gespräche gab es zunächst aber nicht.

Die CDU wurde bei der Wahl am Sonntag nach 70 Jahren erstmals stärkste Partei im kleinsten Bundesland. CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder, ein IT-Unternehmer und politischer Seiteneinsteiger, nahm daraufhin den Regierungsauftrag für seine Partei in Anspruch. Er setzt auf eine Jamaika-Koalition. In der Verkehrs- und Umweltpolitik hätten CDU und Grüne ähnliche Ideen, sagte der 58-Jährige. Auch CDU und FDP seien sehr nah beieinander. Schwieriger sei das Verhältnis der beiden erhofften Koalitionspartner untereinander.

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