Schockenhoff sieht Taliban in der Defensive

Darmstadt · Der stellvertretende Vorsitzende und außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Andreas Schockenhoff, sieht die Lage in Afghanistan positiv.

Darmstadt. Nach Rückkehr von einer Reise einer Bundestagsdelegation in das Einsatzgebiet der Bundeswehr sagte Schockenhoff dem "Darmstädter Echo" (Donnerstagausgabe), die Taliban seien militärisch und politisch in der Defensive. „Man spürt, dass der Strategiewechsel, der im Jahr 2010 vollzogen wurde, greift“. Die Bevölkerung beginne mit den ISAF-Truppen zusammenzuarbeiten, weil sie sich darauf verlasse, die Taliban auf Dauer los zu sein.„Die internationalen Kräfte müssen dieses Momentum jetzt nutzen“, meinte Schockenhoff. Bezogen auf das neue Einsatzmandat der Bundeswehr, das am Freitag in erster Lesung im Bundestag diskutiert wird, sagte Schockenhoff, er halte es für möglich, dass noch in diesem Jahr im Norden des Landes einzelne Gebiete in die Verantwortung der afghanischen Sicherheitskräfte übergeben werden könnten. „Das heißt aber nicht automatisch, dass zeitgleich auch deutsche Soldaten abgezogen werden“. Dies hänge von der jeweiligen Situation ab. „Es darf auf keinen Fall irgendwo ein Sicherheitsvakuum entstehen“. Schockenhoff zeigte sich zuversichtlich, dass die SPD dem Mandat zustimmen werde. Man dürfe nicht vergessen, dass eine rot-grüne Regierung den Einsatz „mit dieser Intensität“ begonnen habe. „Jetzt sollten wir ihn gemeinsam zu einem erfolgreichen Ende bringen“, sagte der CDU-Politiker.

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