Politikwissenschaftler Lösche hält Wechsel Müllers nach Karlsruhe für problematisch

Saarbrücken · „Wenn jemand von der Politik ans Verfassungsgericht wechselt, dann kann er ja nicht einfach seine politischen Überzeugungen ablegen“, sagte der Politikwissenschaftler Peter Lösche der „Saarbrücker Zeitung“.

 Ministerpräsident Peter Müller will in diesem Jahr aufhören.

Ministerpräsident Peter Müller will in diesem Jahr aufhören.

Foto: sz

Saarbrücken. Der Politikwissenschaftler Peter Lösche hält einen möglichen Wechsel des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) an das Karlsruher Bundesverfassungsgericht für problematisch. „Wenn jemand von der Politik ans Verfassungsgericht wechselt, dann kann er ja nicht einfach seine politischen Überzeugungen ablegen“, sagte Lösche der „Saarbrücker Zeitung“.

„Das heißt, es wird sehr schnell der Verdacht aufkommen, dass Müller weniger nach juristischen als vielmehr nach politischen Kriterien entscheidet“, erläuterte Lösche. Sonderlich glücklich sei das nicht.

Zugleich bescheinigte der Politikexperte dem Saarländer, dass er mit Landes-Sozialministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Nachfolge in seinem Amt gut geregelt habe. Anders als in Hamburg sei kein Auseinanderbrechen der Regierungskoalition in Saarbrücken zu erwarten. Kramp-Karrenbauer stehe für landespolitische Kontinuität, so Lösche. vet

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort