Gegenprotest angekündigt: Nach Lübcke-Mord: Rechtsextreme demonstrieren in Kassel

Gegenprotest angekündigt : Nach Lübcke-Mord: Rechtsextreme demonstrieren in Kassel

Sieben Wochen nach dem Mord an Regierungspräsident Walter Lübcke wird am Samstag (12.00 Uhr) in Kassel ein Aufzug Rechtsextremer erwartet.

Die Kleinstpartei „Die Rechte“ will damit gegen eine vermeintliche Instrumentalisierung der Tat protestieren, mit der Rechte in die Nähe von Gewalt und Terror gerückt würden. Die Polizei erwartet bis zu 500 Teilnehmer.

Ein Bündnis gegen Rechts hat zahlreiche Gegenveranstaltungen angemeldet, die Veranstalter rechnen mit mehrere tausend Demonstranten. Die Hauptkundgebung (11.00 Uhr) sollte zunächst auf demselben Platz stattfinden wie die der Rechtsextremen. Nach Auflagen der Stadt muss der Aufmarsch der Rechten nun jedoch außerhalb der Innenstadt stattfinden. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor.

Der CDU-Politiker Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat gestanden und dann sein Geständnis widerrufen.

Auch in Halle in Sachsen-Anhalt sind am Samstag (ab 10.00 Uhr) mehrere Demonstrationen und Aktionen gegen Rechtsextremismus geplant. Anlass ist ein geplanter Aufzug der Identitären Bewegung, die vom Verfassungsschutz kürzlich als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft wurde.

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