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Meuthen bringt die AfD in Wallung - Einheit oder Spaltung?

Kritik an Meuthen : Vorstoß zu Spaltung bringt AfD in Wallung

Mit seinen Gedankenspielen zu einer möglichen Teilung der Partei hat AfD-Chef Jörg Meuthen Spitzenpolitiker der AfD vor den Kopf gestoßen. Co-Chef Tino Chrupalla sagte am Donnerstag, er sei von Meuthens Vorstoß „einigermaßen überrascht und menschlich enttäuscht“.

Für ihn selbst stehe die Einheit der Partei nicht zur Debatte. Wer eine Diskussion über die Zukunft der AfD anstoßen wolle, solle dies nicht öffentlich tun. Schon zuvor hatte Meuthens Aussage einige Unruhe in der Partei ausgelöst.

Meuthen hatte am Mittwoch angeregt, „ergebnisoffen“ darüber zu sprechen, ob angesichts großer ideologischer Differenzen nicht eine Teilung der Partei in einen „freiheitlich-konservativen“ und einen „sozialpatriotischen“ Flügel besser wäre. „Wir sollten in Ruhe darüber diskutieren, aber dann auch bis Ende des Jahres zu einer Entscheidung kommen“, legte Meuthen am Donnerstag nach.

Kritik daran kam auch von den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel. Der Wortführer des rechtsnationalen AfD-Netzwerks „Flügel“, der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke, schrieb auf Facebook, die Diskussion, die Meuthen angestoßen habe, sei „töricht und verantwortungslos“. Höcke hatte kürzlich angekündigt, dass sich der einflussreiche „Flügel“ bis Ende April auflösen werde. Das hatte der Bundesvorstand der AfD gefordert. Der Verfassungsschutz hatte den „Flügel“ im März als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ eingestuft.