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Licht und Schatten beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit – Neue Zahlen der Bundesagentur

Licht und Schatten beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit – Neue Zahlen der Bundesagentur

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland ist nach offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit seit 2008 um 22 Prozent gesunken. Doch nur die wenigsten nahmen tatsächlich eine neue Tätigkeit auf.

Licht und Schatten beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit: Zwar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den letzten fünf Jahren deutlich gesunken, doch nur die wenigsten Betroffenen haben wieder eine Arbeit gefunden. Das geht aus aktuellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

Demnach reduzierte sich die Zahl der Personen, die ein Jahr oder länger keinen Job hatten, im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 um fast 296.000 auf 1,03 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 22 Prozent. Lediglich 19 Prozent der Langzeitarbeitslosen, die im letzten Jahr offiziell ihre Erwerbslosigkeit beendeten, nahmen jedoch eine neue Tätigkeit auf. Weitere 19 Prozent starteten eine Ausbildung oder in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. 53 Prozent gingen dagegen in die so genannte Nichterwerbstätigkeit ab. Zu den Gründen zählten in erster Linie Arbeitsunfähigkeit (35,6 Prozent) wegen vorüber gehender Erkrankung. Andere fielen aus der Statistik, weil sie wegen der Betreuung von Angehörigen oder Kindern unter drei Jahren nicht verfügbar waren.

Eine Sprecherin der BA erklärte dazu, entscheidend sei nicht der Anteil eines Abgangsgrundes, sondern die absolute Zahl. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, kritisierte hingegen, damit bessere die Bundesregierung ihre offizielle Arbeitsmarktbilanz auf, schiebe aber die Betroffenen in Wirklichkeit aufs Abstellgleis.