Krankenkasse Barmer: Saarländer leiden besonders oft unter Schlafproblemen

Kostenpflichtiger Inhalt: Studie : Saarländer finden häufig keinen Schlaf

Im Saarland sind laut einer Studie im Vergleich zu anderen Bundesländern besonders viele Erwerbstätige von Schlafproblemen betroffen.

„Gute Nacht, schlaf gut.“ Für viele der wohl letzte Satz des Tages. Doch von gutem Schlaf können viele Saarländer nur träumen, wie eine Studie der Krankenkasse Barmer zeigt. Für die Studie wurden Daten von rund 52 000 bei der Barmer versicherten Erwerbstätigen ausgewertet. 2017 hatten demnach rund 43 von 1000 Berufstätigen im Saarland ernste Schlafprobleme wie Ein- oder Durchschlafstörungen, Albträume oder Nachtangst. Nur in Berlin träumt man im bundesweiten Vergleich noch schlechter: Dort leiden rund 44 von 1000 erwerbstätigen Personen an Schlafstörungen. Bundesweit waren es rund 38 Personen je 1000 Erwerbstätige. Die Dunkelziffer sei aber hoch, da Schlafstörungen beim Arztbesuch erst angesprochen würden, wenn sie zu erheblichen Beeinträchtigungen führten.

Im Saarland hat die Zahl der Betroffenen dem Gesundheitsreport zufolge um rund 36 Prozent zugenommen. Im Jahr 2005 hatten demnach gut 31 von 1000 Erwerbstätigen im Saarland Schlafschwierigkeiten. Eine Erklärung für die Zunahme und die im Vergleich zu anderen Bundesländern höheren Werte liefert die Studie nicht. Eine gewisse Rolle könnte der höhere Anteil von Schichtarbeit spielen. Denn Schichtarbeiter litten laut Studie überdurchschnittlich oft unter Schlafproblemen.

Grundsätzlich haben weibliche Beschäftigte (5,4 Prozent) häufiger Schlafstörungen als männliche (3,3 Prozent). Frauen neigen laut Studie dazu, bei Problemen nicht abschalten zu können. Zudem bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Schlafqualität. Je geringer das Einkommen, desto geringer sei die Schlafqualität.

Um den Schlaf zu fördern, wird in der Studie empfohlen, auf die ausgedehnte Nutzung digitaler Medien und auf langes Fernsehen am späten Abend zu verzichten.