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Koschyk sieht erste Anzeichen für Wandel in Nordkorea

Koschyk sieht erste Anzeichen für Wandel in Nordkorea

Koschyk sagte der „Saarbrücker Zeitung“: „Ich glaube, auch die Uhr der Diktatur in Nordkorea läuft ab.“

Saarbrücken/Berlin. Nach dem Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il sieht Hartmut Koschyk (CSU), Vorsitzender des deutsch-koreanischen Forums und parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, erste Anzeichen für einen Wandel. Koschyk sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Ich glaube, auch die Uhr der Diktatur in Nordkorea läuft ab."

Der CSU-Politiker war in den vergangenen Jahren über zehnmal in Nordkorea. Der verstorbene Diktator habe bereits zu Lebzeiten viel an Respekt verloren, sagte Koschyk. Sein Sohn Kim Jong Un werde nicht in der Lage sein, diese Autorität zurückzugewinnen. Das Regime versuche daher jetzt, "durch militärische und außenpolitische Kraftmeierei von der Schwäche des Übergangs abzulenken". Hinter den Bildern der trauenden Menschen steckten aber "vor allem propagandistische Absichten. In Wahrheit hält sich die Trauer der einfachen, koreanischen Menschen in Grenzen".

Zudem betonte Koschyk: "Der Stacheldraht um das Land hat bereits Lücken." Vor allem über die Grenze zu China gelänge es immer wieder Nordkoreanern, das Land zu verlassen. has