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Kommentar: Ein Bischof auch für schwierige Fälle

Kommentar : Ein Bischof auch für schwierige Fälle

Die Wahl des ehemaligen Trierer Generalvikars Georg Bätzing zum Chef der Bischofskonferenz kam nicht völlig überraschend. Der 58-jährige Limburger Bischof genießt nicht nur bei den ganz normalen Gläubigen viel Sympathie und einen guten Ruf, sondern auch unter seinen Kollegen.

Bätzing ist weder ein radikaler Reformer noch ein unverbesserlicher Traditionalist. Er bringt den Vorteil mit, dass er für beide Seiten akzeptabel ist. Dabei sind die Aufgaben, die ihn erwarten, nicht einfach: Der Reformdialog der katholischen Kirche hat gerade erst begonnen, schon wird er von den konservativen Klerikern eifrig torpediert. Auf der anderen Seite steht das Gros der Gläubigen, die notwendige Veränderungen fordern. Der ehemalige Chef der Bischofskonferenz, Reinhard Marx, hat einiges angeschoben. Sein Nachfolger wird daran gemessen werden, ob die katholische Kirche Reformen umsetzt, die den Namen verdienen. Eine Herkulesaufgabe.