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Kommentar Corona und Grundrente: Klare Perspektive

Kommentar : Klare Perspektive

Die geplante Grundrente ist sicher nicht perfekt. Zumindest ist sie sehr bürokratisch. Hinzu kommt die immer noch ungeklärte Finanzierung. Im Vergleich zu den Mega-Milliarden, die jetzt fließen, um die Folgen der Corona-Pandemie einzudämmen, nehmen sich die Kosten der Grundrente allerdings sehr bescheiden aus.

Jedenfalls können sie kein Grund sein, um das Projekt abzublasen, wie es Teile der Union am liebsten hätten. Auch passt es nicht zusammen, Kassiererinnen und andere Berufsgruppen mit eher bescheidenen Einkünften in Zeiten von Corona als systemrelevant zu würdigen, aber gleichzeitig zu knausern, wenn es um deren spätere Altersversorgung geht.

Die Bundesregierung sollte allerdings den Mut haben, ihren Zeitplan zu hinterfragen. Vieles deutet jetzt schon darauf hin, dass die Grundrente wegen technischer Probleme nicht vollständig zum 1. Januar 2021 umgesetzt werden kann. Das wäre auch kein Beinbruch. Im Zweifel wird eben nachgezahlt. So war das zum Teil schon bei der Mütterrente. Hauptsache, die Perspektive bleibt klar.