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Kommentar: CDU muss zurück zu Inhalten finden

Kommentar : Zurück zu den Inhalten

Im Moment kann die Union kein Interesse am Scheitern der großen Koalition haben. Denn was die CDU nach der Europawahl und der Pannenserie der Vorsitzenden am meisten braucht, ist Beruhigung und eine neue inhaltliche Ausrichtung.

Jetzt also einen Bundestagswahlkampf vor allem gegen die aufstrebenden Grünen führen zu müssen, käme für die Partei und ihre Vorsitzende viel zu früh. Auch wenn Annegret Kramp-Karrenbauer zweifelsohne einen Weg ins Kanzleramt sucht.

Die Union hat deshalb bei ihrer Klausurtagung gut daran getan, sich auf die Inhalte zu konzentrieren. Das bedeutet aber auch, dass Kramp-Karrenbauer alsbald liefern muss. Sie hat der Partei Veränderungen versprochen und eine Neuausrichtung. Die geweckten Erwartungen hat sie noch nicht erfüllt; die Parteichefin muss besser werden. Fakt ist, dass die Menschen konkrete Entscheidungen wollen, selbst wenn die Themen noch so komplex sind. Das zumindest hat die CDU begriffen.