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Kein verbindliches Modell für Trennungsfamilien geplant

Reform des Sorge- und Unterhaltsrechts : Neue Regeln für Trennungsfamilien

(). Bei der geplanten Reform des Sorge- und Unterhaltsrechts will die Bundesregierung unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern getrennt lebender Eltern Rechnung tragen. „Klar ist, dass wir kein Modell verbindlich vorschreiben wollen“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) der Zeitung Welt am Sonntag.

Manche Familien lebten gut mit dem Wechselmodell. „Für andere ist das undenkbar“, sagte Giffey. Zunehmend wollten sich nach einer Trennung beide Eltern um das Kind kümmern: „Deshalb müssen wir die Regeln so umgestalten, dass auch das gelebte Modell des gemeinsam getrennt Erziehens berücksichtigt wird.“ Man wolle einen Weg finden, unterschiedliche Lebenslagen bestmöglich zu berücksichtigen. Das Justizministerium mache dieses Jahr Vorschläge dazu. Die Materie sei nicht einfach. Giffey: „Es geht hier um eine Lebenssituation, in der sich Menschen oft in einem emotionalen Ausnahmezustand befinden.“