Im Wahl-Endspurt AfD überholt: Woidke-Strategie geht in Brandenburg auf

Im Wahl-Endspurt AfD überholt : Woidkes Strategie geht am Schluss in Brandenburg auf

Im Schlussspurt hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) den Kampf gegen die erstarkte AfD in den Mittelpunkt gestellt und den Wählern zu vermitteln versucht, dass nur die SPD einen Wahlsieg der Rechtspopulisten durchkreuzen könne.

Damit konnte er offensichtlich viele Bürger überzeugen, die eine AfD als stärkste Kraft im Brandenburger Landtag um jeden Preis verhindern wollten.

So konnte Woidke sich am Wahlabend als strahlender Sieger präsentieren, obwohl seine SPD nach den Hochrechnungen im Vergleich zur Landtagswahl 2014 rund fünf Prozentpunkte verlor. Zwischenzeitlich hatte die SPD auf den Tiefpunkten ihres Wahlkampfs bei Umfragen um 18 Prozent und damit weit hinter der AfD gelegen. Doch in der letzten Woche vor der Wahl drehte sich der Trend.

Wie geht es jetzt weiter? Für Woidkes erklärte Lieblingskoalition mit der Linken reicht es bei weitem nicht, und mit den Grünen existieren tiefe Gräben in der Frage, wie schnell die Braunkohleverstromung in der Lausitz beendet werden sollte. Zudem ist Woidke bestrebt, eine stabile Koalition in Brandenburg zu bilden. Ob er für ein rot-schwarz-rotes Bündnis auf die CDU zugeht, war am Sonntagabend noch offen.

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