Für Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün wird es eng

Bundestagswahl : Für Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün wird es eng

Gut fünf Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September deutet alles auf ein Parlament mit sechs Fraktionen hin. Alle großen Meinungsforschungs-Institute sehen bei den kleineren Parteien sowohl die FDP als auch die AfD, die aktuell beide nicht im Bundestag vertreten sind, sowie Grüne und Linke deutlich über fünf Prozent. Das dürfte eine Regierungsbildung jenseits der großen Koalition nicht ganz einfach machen.

Als Zweier-Konstellationen (sofern man die Schwesterparteien CDU und CSU zusammenrechnet) kommen nach aktuellen Umfragen außer Schwarz-Rot wenn überhaupt nur Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün infrage. Eine Neuauflage der Koalition aus Union und FDP hätte allenfalls eine knappe Mehrheit. Und die sehen von den sieben großen Instituten derzeit nur zwei: nämlich GMS und Allensbach. Letzteres Institut hat allerdings zuletzt vor einem Monat aktuelle Zahlen veröffentlicht. Bei der Forschungsgruppe Wahlen kommen Union und FDP auf der einen Seite sowie SPD, Grüne, Linke und AfD auf der anderen Seite jeweils auf 48 Prozent. Die anderen vier Institute sehen keine Mehrheit für Schwarz-Gelb.

Auch für Schwarz-Grün wird es knapp: Hier sieht nur GMS eine rechnerische Mehrheit. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht auch bei dieser Konstellation ein Patt.

Eine Dreier-Koalition unter Führung der Union, die zwischen 37 und 40 Prozent liegt, wäre in jedem Fall möglich – wobei nur ein Bündnis mit FDP und Grüne politisch realistisch ist. Eine Dreier-Konstellation unter Führung der SPD, die derzeit zwischen 22 und 25 Prozent liegt, ist den Umfragen zufolge dagegen nicht möglich. Alle sieben großen Institute sehen jeweils keine Mehrheit für SPD, Grüne und Linke sowie für SPD, Grüne und FDP.

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