FDP bangt weiter um Wiedereinzug in den Landtag von Thüringen

Thüringen : FDP bangt weiter um Wiedereinzug in den Landtag

Knapp eine Woche nach der Wahl in Thüringen steht der Wiedereinzug der FDP in den Landtag noch immer auf wackeligen Füßen. Nach dem vorläufigen Ergebnis übersprangen die Liberalen landesweit die Fünf-Prozent-Hürde nur um fünf Stimmen.

Daher kommt den laufenden Bewertungen der Wahlausschüsse große Bedeutung zu. In Weimar wurde laut einem Bericht der „Thüringer Allgemeine“ das FDP-Ergebnis um vier Stimmen nach unten korrigiert. Das gilt ähnlich für die beiden Jenaer Wahlkreise, wo das FDP-Ergebnis um zwei Stimmen vermindert wurde. Dagegen wurden etwa im Wahlkreis 7 im Westen des Freistaats die FDP-Landesstimmen um 15 nach oben korrigiert. Die Zitterpartie wird noch mindestens bis kommenden Donnerstag dauern – dann will der Landeswahlleiter das amtliche Endergebnis bekanntgeben.

CDU-Landeschef Mike Mohring, dessen Partei erstmals in Thüringen nur drittstärkste Kraft geworden ist, brachte unterdessen ein Minderheitsbündnis mit SPD, Grünen und FDP ins Gespräch. „Es geht offensichtlich in Thüringen jetzt nur noch mit einer Minderheitsregierung weiter“, sagte Mohring zuletzt in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Dabei gebe es aber nicht nur die diskutierte Variante Rot-Rot-Grün. Die Liberalen zeigten sich aufgeschlossen für ein solches Bündnis, SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee reagierte dagegen reserviert auf Mohrings Avancen.

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