Überlegungen zur Schutzmaskenpflichtwerden konkreter Fast die Hälfte der Bürger befürwortet Maskenpflicht

Berlin · (afp) Fast die Hälfte der Bundesbürger würde einer Umfrage zufolge eine landesweite Maskenpflicht während der Corona-Pandemie befürworten. 46,2 Prozent sprachen sich für die Bedeckung von Mund und Nase in der Öffentlichkeit aus, hieß es in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den Berliner „Tagesspiegel“.

 Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) erwartet eine Schutzmaskenpflicht.

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) erwartet eine Schutzmaskenpflicht.

Foto: dpa/Friso Gentsch

Gegen eine Maskenpflicht sprachen sich demnach 39,7 Prozent der Befragten aus, 14,1 Prozent waren unentschieden.

Derweil werden die Überlegungen in Bund und Ländern für eine allgemeine Pflicht zum Tragen von zumindest improvisierten Schutzmasken konkreter. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) äußerte die Erwartung, „dass Alltagsschutzmasken bald zu unserem öffentlichen Leben gehören“ und etwa im Nahverkehr generell „bald zur Pflicht werden“. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet mit einem Bedarf von bis zu zwölf Milliarden Schutzmasken pro Jahr. Dies sei notwendig, „wenn wir allen Menschen in Deutschland das Arbeiten, Einkaufen und Busfahren mit Mundschutz ermöglichen möchten“. In der „Bild am Sonntag“ sprach er sich weiter dafür aus, „einen beträchtlichen Teil davon“ in Deutschland herzustellen. Ziel sei es, in der zweiten Sommerhälfte Millionen OP-Masken und Mundschutze in Deutschland produzieren zu können, sagte Altmaier. An diesem Montag tritt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln zunächst in Sachsen in Kraft.

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