Politisch motivierte Kriminalität Die Corona-Pandemie ebbt ab – doch die Querdenker bleiben

Berlin · Die Zahlen der politisch motivierten Kriminalität haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert erreicht. Besonders im Fokus stehen dabei die Corona-Proteste und eine massive Zunahme antisemitischer Straftaten. Während Aufmerksamkeit für die Pandemie abnimmt, entdeckt die Protestszene den Krieg in der Ukraine als Thema für sich.

 Die Querdenken-Bewegung ist durch die Corona-Proteste groß geworden. Nun entdeckt sie auch den russischen Krieg gegen die Ukraine als neues Thema für sich.

Die Querdenken-Bewegung ist durch die Corona-Proteste groß geworden. Nun entdeckt sie auch den russischen Krieg gegen die Ukraine als neues Thema für sich.

Foto: dpa/Markus Scholz

Es ist ein neuer Rekordwert in negativer Hinsicht: Die politisch motivierte Kriminalität ist im vergangenen Jahr um mehr als 23 Prozent angestiegen. In absoluten Zahlen sind das 55.048 Straftaten. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sieht darin einen „Gradmesser für die Intensität von gesellschaftlichen Konflikten“, wie sie bei der Vorstellung der Fallzahlen für 2021 am Dienstag in Berlin sagte. Zu besonders vielen Straftaten kam es bei Corona-Protesten. Doch seit die Pandemie abebbt, verändert sich auch die Querdenker-Szene.