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Debatte über längeren Lohnersatz für Eltern wegen geschlossener Kitas

Wegen geschlossener Kitas : Debatte über längeren Lohnersatz für Eltern

In der Bundesregierung wird über längere Lohnausfallzahlungen für Eltern nachgedacht, die in der Corona-Krise wegen geschlossener Kitas ihre Kinder zu Hause betreuen müssen.

Die dazu getroffenen Regelungen gälten abzüglich der Osterferien noch bis Mitte Mai, sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstagabend in der Sendung „ARD Extra“. Es müsse darüber gesprochen werden, wie für Eltern, die ihre Kinder nicht in die Kinderbetreuung geben könnten, die Lohnausfallzahlung weiter gewährt werden könne. Giffey zufolge laufen dazu Gespräche mit Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Derzeit können Eltern bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb Einkommensverluste haben.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte am Mittwoch eine Verlängerung der Zahlungen und eine Anhebung von 67 auf 80 Prozent des Nettogehalts. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach forderte außerdem einen Freistellungsanspruch vom Job für Arbeitnehmer, die wegen geschlossener Schulen und Kitas nicht zu Arbeit können und einen Sonderkündigungsschutz für diejenigen, die die Freistellung in Anspruch nehmen.

Die Grünen im Bundestag schlagen laut einem Bericht der „Welt“ vor, die Verdienstausfall-Entschädigung zu verlängern und zu einem „Corona-Elterngeld“ weiterzuentwickeln.