Darmstädter Jury kürt Klimahisterie zum Unwort des Jahres 2019

Jury hat entschieden : „Klimahysterie“ ist „Unwort des Jahres“ 2019

Die ehrenamtliche Jury hat ihre Entscheidung bekanntgegeben.

Das „Unwort des Jahres“ 2019 heißt „Klimahysterie“. Das gab die Jury der sprachkritischen Aktion am Dienstag in Darmstadt bekannt. Die Jury, bestehend aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten wollen mit dem „Unwort des Jahres“ Sprachkritik von den Universitäten in die Gesellschaft tragen. Zur Begründung teilte die Jury mit, mit dem Begriff werde die „Klimaschutzbewegung diffamiert und wichtige Debatten zum Klimaschutz diskreditiert“. Es sei nicht hinnehmbar, dass „das zunehmende Engagement für den Klimaschutz als eine Art kollektiver Psychose“ dargestellt werde.

Auf der Homepage weist die ehrenamtliche Jury explizit darauf hin, dass sie sich „ als Vermittler öffentlichen Unbehagens an bestimmten Sprachgebrauchsweisen, nicht aber - ein häufiges Missverstehen - als ‚Sprachschützer’“ verstünden. Die Kritik an „gedankenlos oder mit kritikwürdigen Intentionen“ verwendeten Ausdrücke verfolge das Ziel, „mehr Verantwortung im sprachlichen Handeln“ zu erzeugen.

Bereits seit 1991 wird das Unwort des Jahres gekürt, damals auf Betreiben des Frankfurter Germanistikprofessors Horst Dieter Schlosser. Jurysprecherin ist seit 2011 die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich aus Darmstadt. Im vergangenen Jahr lautete das Unwort des Jahres „Anti-Abschiebe-Industrie“, davor „Alternative Fakten“. Im Jahr 2016 lautete es „Volksverräter“, 2015 war es „Gutmensch“.