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Chronologie zur Deutschen Einheit

Chronologie : Die Monate zwischen Fall der Mauer und Wiedervereinigung

Nach der Grenzöffnung am 9. November 1989 dauerte es nicht einmal ein Jahr, bis die DDR formal der Bundesrepublik beitrat.

Am 3. Oktober 2020 feiert Deutschland den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Stationen der dramatischen Entwicklung vom Mauerfall bis zum Tag der Einheit:

9. November 1989: Günter Schabowski, Mitglied des SED-Politbüros, kündigt auf einer Pressekonferenz an, die DDR werde umgehend die Grenzen öffnen. Nach 28 Jahren fällt die Berliner Mauer.

28. November: Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) legt einen Zehn-Punkte-Plan für die Wiedervereinigung vor. Dabei geht er noch davon aus, dass der Prozess fünf bis zehn Jahre beanspruchen würde.

10. Februar 1990: In Ottawa beschließen die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges die Aufnahme von Zwei-plus-Vier-Verhandlungen mit beiden deutschen Staaten.

18. März: Erste freie Wahlen in der DDR. Klarer Sieger ist die konservative Allianz mit der CDU an der Spitze.

12. April: Die Volkskammer wählt Lothar de Maizière (CDU) zum
Ministerpräsidenten. Er bildet eine große Koalition und will die Einheit so schnell wie möglich.

27. April: Gespräche zwischen der DDR und der Bundesrepublik zur Wirtschafts- und Währungsunion beginnen.

2. Mai: Bonn und Ost-Berlin einigen sich auf eine Währungsumstellung von Löhnen, Gehältern und Renten im Verhältnis eins zu eins.

5. Mai: Auftakt der Zwei-plus-Vier-Gespräche. Die USA, die Sowjetunion,
Großbritannien und Frankreich verhandeln mit den beiden deutschen
Staaten über außen- und sicherheitspolitische Aspekte.

18. Mai: BRD und DDR unterzeichnen den Staatsvertrag zur Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion.

1. Juli: Die Wirtschafts- und Währungsunion tritt in Kraft. Die DDR stellt auf D-Mark um. Die Personenkontrollen an der innerdeutschen Grenze fallen weg.

6. Juli: In Ost-Berlin beginnen die Beratungen über den zweiten Staatsvertrag, den Einigungsvertrag.

16. Juli: Kohl und Gorbatschow verkünden im Kaukasus den Durchbruch bei der Bündnisfrage. Deutschland bleibt nach der Vereinigung Nato-Mitglied. Sowjetische Truppen sollen aus Ostdeutschland abgezogen werden.

23. August: Die Volkskammer beschließt den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober.

31. August: In Ost-Berlin wird der deutsch-deutsche Einigungsvertrag
unterschrieben.

3. Oktober: Um 0 Uhr wird zu den Klängen des Deutschlandliedes
vor dem Reichstagsgebäude in Berlin die schwarz-rot-goldene Flagge aufgezogen. Der Tag der Deutschen Einheit ist seitdem Feiertag.