Bundesgesundheitsminister Spahn will stärker gegen Engpässe bei Arzneien vorgehen

Bundesgesundheitsminister : Spahn will stärker gegen Engpässe bei Arzneien vorgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will stärker gegen Arznei-Lieferengpässe in Deutschland vorgehen. „Patienten erwarten zu Recht, dass sie dringend notwendige Medikamente unverzüglich bekommen“, sagte der CDU-Politiker am Montag.

„Das ist momentan leider zu häufig nicht der Fall.“ Der Bund werde daher wieder stärker in die Verteilung eingreifen.

Laut Apothekerverband ABDA hat sich die Zahl nicht verfügbarer verschreibungspflichtiger Arzneien fast verdoppelt: von 4,7 Millionen Packungen 2017 auf 9,3 Millionen im vergangenen Jahr. Als Gegenmaßnahme strebt Spahn eine Meldepflicht an. Damit könnte Pharmafirmen und Großhändlern vorgeschrieben werden, Behörden über Lagerbestände und drohende Lieferengpässe zu informieren. Auch sollen künftig Vorgaben zur Lagerhaltung von wichtigen Medikamenten erlaubt sein.