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Blutspende-Verbot für Homo- und Transsexuelle: Willkür muss beendet werden

Blutspende-Verbot für Homo- und Transsexuelle : Willkür muss beendet werden

Nur zwei bis drei Prozent der Deutschen spenden regelmäßig Blut. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Vorräte an Blutkonserven immer wieder einmal knapp werden.

Wie gerade jetzt in der Corona-Krise, wo zudem viele Spende-Gelegenheiten etwa in Firmen, Unis und an mobilen Blutspendefahrzeugen wegfallen. Deshalb müsste gerade der Bundesärztekammer daran gelegen sein, möglichst viele für diesen wichtigen Dienst am Mitmenschen zu gewinnen. Das gelingt aber nicht, wenn sie ganze Bevölkerungsgruppen wegen ihrer sexuellen Orientierung vom Butspenden praktisch ausschließt. Zweifelsohne gefährdet ein Blutspender, der häufig den Sexualpartner wechselt und sich nicht ausreichend schützt, nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die des Empfängers der Spende. Homo- und Transsexuelle aber unter Generalverdacht zu stellen, ein solches Sexualverhalten zu praktizieren, ist zutiefst diskriminierend.

Es ist längst überfällig, dass der Bundestag diese mehr als zweifelhafte Praxis hinterfragt und die anscheinend immer noch uneinsichtige Ärztekammer endlich in die Schranken weist.