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86 Cent mehr im Monat: Kommission KEF empfiehlt höheren Rundfunkbeitrag

KEF will Steigerung um 86 Cent pro Monat : Kommission empfiehlt höheren Rundfunkbeitrag

Der Rundfunkbeitrag könnte im nächsten Jahr um 86 Cent pro Monat steigen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) legte am Donnerstag in Berlin ihren Bericht vor, in dem sie eine Anhebung von derzeit 17,50 auf 18,36 Euro empfiehlt.

Der Rundfunkbeitrag wird pro Haushalt gezahlt. Es wäre die erste Erhöhung seit 2009. Über die Änderung des Beitrags entscheiden letztlich die Ministerpräsidenten und Parlamente der Bundesländer.

Die KEF erkennt in ihrem Bericht für die Jahre 2021 bis 2024 einen Mehrbedarf von 1,8 Milliarden Euro an, von dem 1,5 Milliarden Euro über eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags finanziert werden müssen. ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten einen Mehrbedarf in Höhe von rund drei Milliarden Euro angemeldet. Dies würde der KEF zufolge auf einen Rundfunkbeitrag von 19,24 Euro pro Monat und Haushalt hinauslaufen. Für die Periode von 2021 bis 2024 erkennt die KEF insgesamt Aufwendungen der Sender in Höhe von 38,7 Milliarden Euro an, davon bei der ARD 27,6 Milliarden, beim ZDF zehn Milliarden und beim Deutschlandradio rund eine Milliarde.

Bei einer Beitragserhöhung von 86 Cent entfallen 47 Cent auf die ARD, 33 Cent auf das ZDF und vier Cent auf das Deutschlandradio.

Bei der vorgeschlagenen Erhöhung um 86 Cent „werden wir weiter äußerst diszipliniert wirtschaften müssen“, erklärte der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow am Donnerstag.