Bilanz: 709 verletzte Polizisten bei G20

Bilanz : 709 verletzte Polizisten bei G20

Bei dem G20-Polizeieinsatz vor zwei Wochen sind nach Angaben des Hamburger Senats 709 Polizisten verletzt worden, neun davon schwer. Diese Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum vom 22. Juni bis 9. Juli, wie aus einer gestern bekanntgewordenen Antwort auf eine kurze Anfrage der Linken hervorgeht. 227 Polizisten erkrankten aufgrund der Belastungen des Einsatzes, darunter 99 aus Hamburg.

Von den 709 verletzten Polizisten gehören den Angaben zufolge 39 der Bundespolizei an. Von den Hamburger Einsatzkräften waren 81 von Verletzungen betroffen.Sieben Polizisten wurden laut Senatsantwort stationär behandelt. 182 wurden durch Reizgas verletzt. Hamburgs Polizei Einsatzleiter Hartmut Dudde hatte im Innenausschuss der Bürgerschaft von 592 verletzten Beamten zwischen Einsatzbeginn am 22. Juni und Einsatzende am 10. Juli gesprochen.

Außerdem ist die Zahl der Ermittlungen gegen Polizisten gestiegen. Am Dienstagnachmittag gab es beim Dezernat Interne Ermittlungen 49 Verfahren. Das sagte gestern eine Sprecherin der Hamburger Innenbehörde.

In 41 Fällen lautet der Vorwurf Körperverletzung im Amt. Es geht zudem um Nötigung, sexuelle Belästigung, Beleidigung oder die Verletzung des Dienstgeheimnisses. In einem Fall handelt es sich um Vorermittlungen. Grundlage können laut Behörde nicht nur Strafanzeigen, sondern auch Hinweise auf Internetseiten sein, die kritisch über Polizeieinsätze berichten.

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