Im Saarland steigen die Mieten um mehr als vier Prozent an

Immobilienpreise : Mieten im Saarland steigen weiter stark an

Höhere Mieten, begehrte Eigentumswohnungen, moderate Preiserhöhung bei Häusern – so stellt sich der Immobilienmarkt im Saarland dar.

Die Mieten im Saarland steigen weiterhin spürbar an – in den vergangenen zwölf Monaten um 4,1 Prozent. Das geht aus dem jüngsten Preisspiegel des Immobilienverbands IVD West hervor. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Situation allerdings deutlich entspannt. 2018 waren noch Mietpreissteigerungen von über acht Prozent registriert worden. Den größten Anstieg der Mieten gab es in Saarbrücken, Sulzbach und Saarlouis. „Der Trend in größere Städte oder deren Umfeld zu ziehen, ist auch im Saarland ungebrochen“, sagt Burkhard Blandfort, Vorsitzender des IVD West. Außerdem halte die Nachfrage nach Single-Wohnungen an.

Entspannt hat sich die Situation bei den Einfamilienhäusern. Nachdem im Vorjahr noch Steigerungen von mehr als 6,7 Prozent registriert wurden, wurde im vergangenen Jahr nur noch ein Aufschlag von drei Prozent verbucht. Über dem Durchschnitt liegt Merzig mit einem Plus von fünf Prozent. Hier sei spürbar, „dass sich Luxemburger immer noch gern auf deutscher Seite niederlassen“, sagt der IVD-Chef.

Bei den Eigentumswohnungen sind die Preise allerdings stärker gestiegen als noch im Vorjahr – und zwar um 5,5 Prozent gegenüber fünf Prozent im Jahr 2018. Die IVD-Erhebung ergibt aber auch, dass das Preisniveau je nach Region sehr unterschiedlich hoch ist. Während eine gut ausgestattete Wohnung in attraktiver Lage in Saarbrücken 3150 Euro pro Quadratmeter kostet, sind es beispielsweise in Dillingen 1400 Euro. Breit gespreizt sind auch die Mietpreise für Ladenlokale: In bester Saarbrücker Lage werden bis zu 80 Euro pro Quadratmeter verlangt – bei einer Steigerung von 14 Prozent. In Heusweiler hingegen sind es der IVD-Aufstellung zufolge nur fünf Euro bei einem Minus von 17 Prozent gegenüber 2018.

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