Im Kosovo bahnt sich Kompromiss an

Pristina/Belgrad. Im Kosovo-Konflikt hat sich gestern ein Kompromiss zwischen Albanern und Serben abgezeichnet. Schon bald könne eine entsprechende Vereinbarung unter Dach und Fach sein, berichtete der serbische Unterhändler Goran Bogdanovic dem Belgrader Sender B92

Pristina/Belgrad. Im Kosovo-Konflikt hat sich gestern ein Kompromiss zwischen Albanern und Serben abgezeichnet. Schon bald könne eine entsprechende Vereinbarung unter Dach und Fach sein, berichtete der serbische Unterhändler Goran Bogdanovic dem Belgrader Sender B92. Zuvor hatte auch die Kosovo-Regierung ihre ursprüngliche Ablehnung gegen das vom Kfor-Kommandeur Erhard Bühler erzielte Abkommen aufgegeben. "Wir haben Übereinkunft über die nächsten Schritte erzielt", sagte Regierungschef Thaci nach einem Treffen mit dem General.Über die Einzelheiten hüllten sich alle Beteiligten in Schweigen. Nach inoffiziellen Informationen wird die Schutztruppe Kfor wenigstens bis Mitte September die beiden umkämpften Grenzübergänge Jarinje und Brnjak im Norden des Landes zu Serbien kontrollieren. Dabei sollen weder regierungstreue noch serbische Zöllner und Grenzpolizisten eingesetzt werden. Der Importstopp Pristinas für serbische Waren soll gelockert werden, sodass Lkw bis zu 3,5 Tonnen die Grenze passieren können. Im Gegenzug müssen die Serben ihre zahlreichen Straßensperren abbauen. dpa

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