Harsche Kritik an Rentenplänen der Regierung

Harsche Kritik an Rentenplänen der Regierung

Die Bundesregierung hat die massive Kritik an den Milliardenkosten ihres geplanten Rentenpakets zurückgewiesen. Betrachte man die Gesamtausgaben der Rentenversicherung von 253 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, „dann ist der Anteil der Maßnahmen, über die wir in dieser Legislatur sprechen, gerade mal dreieinhalb Prozent“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Nach dem Entwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) schlagen die Verbesserungen im Rentensystem bis 2030 jährlich mit neun bis elf Milliarden Euro zu Buche.

Der saarländische Sozialminister Andreas Storm (CDU) und der Vorsitzende der Unions-Arbeitnehmergruppe im Bundestag, Peter Weiß, verlangten Vorkehrungen gegen Frühverrentungen, indem Arbeitnehmer schon mit 61 Jahren in die Arbeitslosigkeit wechseln, um dann mit 63 nach 45 Beitragsjahren abschlagfrei in Rente zu gehen.

Vor allem Wirtschaftsvertreter kritisierten das Rentenpaket. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nannte die Pläne "nicht nachhaltig": Sie seien eine "Rolle rückwärts" mit der Folge höherer Bundeszuschüsse und Rentenbeiträge, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der DGB pochte auf eine Steuerfinanzierung der gut sechs Milliarden Euro teuren Mütterrente.

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