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Große Mehrheit unzufrieden mit Bundesregierung

Große Mehrheit unzufrieden mit Bundesregierung

Berlin. Über zwei Drittel der Deutschen beurteilen die bisherige Bilanz der schwarz-gelben Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) äußerst kritisch. 69 Prozent sind mit der Leistung der Regierung aus Union und Liberalen unzufrieden, ergab eine Repräsentativ-Umfrage des Forschungsinstituts YouGov. Nur 20 Prozent zeigten sich demnach zufrieden

Berlin. Über zwei Drittel der Deutschen beurteilen die bisherige Bilanz der schwarz-gelben Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) äußerst kritisch. 69 Prozent sind mit der Leistung der Regierung aus Union und Liberalen unzufrieden, ergab eine Repräsentativ-Umfrage des Forschungsinstituts YouGov. Nur 20 Prozent zeigten sich demnach zufrieden.Den Angaben zufolge ist der Anteil der mit ihrer Regierung Unzufriedenen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Europa besonders hoch. So äußerten sich in Großbritannien 59 Prozent mit der Arbeit der konservativ-liberalen Regierung unzufrieden, in Frankreich halten 57 Prozent wenig von den bisherigen Leistungen der neuen sozialistischen Führung. Auch in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland beurteilt eine Mehrheit die Arbeit ihrer jeweiligen Regierung als eher schlecht - aber ebenfalls nicht so schlecht wie in Deutschland.

Um ihren Streit über zentrale Regierungsvorhaben beizulegen und damit womöglich auch das schlechte Erscheinungsbild zu korrigieren, kamen die Spitzen der Koalition gestern Abend im Kanzleramt zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Querelen um das von der CSU verlangte Betreuungsgeld sowie die Frage, wie mit den Überschüssen der gesetzlichen Krankenkassen umgegangen werden soll. Während die FDP die Praxisgebühr abschaffen will, möchte die Union eher die Beiträge senken. CSU-Chef Horst Seehofer hatte im Vorfeld des Treffens "Ergebnisse" verlangt. Nur so könne man im Wahlkampf glaubwürdig für eine Fortsetzung von Schwarz-Gelb werben.

Unmittelbar vor dem Koalitionsgipfel hatte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles zudem angekündigt, ihre Partei werde die Einführung des Betreuungsgeldes keinesfalls akzeptieren und notfalls vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. dpa/dapd/kna

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