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Göttinger Student unter Spionageverdacht

Göttinger Student unter Spionageverdacht

Hannover. Der niedersächsische Verfassungsschutz hat gestern die Festnahme eines Göttinger Medizinstudenten in Israel wegen Spionageverdachts für die libanesische Hisbollah-Miliz bestätigt. Zu den Hintergründen der israelischen Ermittlungen konnte die Behörde keine Angaben machen. Der 29-jährige israelische Araber war laut israelischen Medien am 16

Hannover. Der niedersächsische Verfassungsschutz hat gestern die Festnahme eines Göttinger Medizinstudenten in Israel wegen Spionageverdachts für die libanesische Hisbollah-Miliz bestätigt. Zu den Hintergründen der israelischen Ermittlungen konnte die Behörde keine Angaben machen. Der 29-jährige israelische Araber war laut israelischen Medien am 16. Juli am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv vom Geheimdienst verhaftet worden. "Bislang war der Student nicht auffällig in extremistischen oder islamistischen Zusammenhängen", sagte eine Sprecherin des Verfassungsschutzes. Der 29-Jährige wird laut Medienberichten verdächtigt, sich in Deutschland mit Kontaktmännern der libanesischen Terrororganisation getroffen zuhaben. Zudem soll er 13000 Euro zur Anwerbung arabischstämmiger Israelis in Deutschland für die Hisbollah erhalten haben. Ob der Leiter eines Hilfsprojekts aus Göttingen der Kontaktmann des Studenten war, wollte der Verfassungsschutz nicht kommentieren. dpa