Gnadenfrist für belagertes Bani Walid - Obama lobt Deutschland

Tripolis/Washington. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, haben die libyschen Rebellen den Gaddafi-treuen Kämpfern im belagerten Bani Walid eine Gnadenfrist zur Kapitulation eingeräumt

Tripolis/Washington. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, haben die libyschen Rebellen den Gaddafi-treuen Kämpfern im belagerten Bani Walid eine Gnadenfrist zur Kapitulation eingeräumt. Auch für die Wüstenstadt gelte das Ultimatum des Übergangsrats, wonach alle Anhänger des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi bis Samstag um 0 Uhr Zeit haben, aufzugeben, sagte der Chef des Rates, Mustafa Abdul Dschalil, gestern der BBC.China hat nach Zeitungsberichten noch in jüngster Zeit versucht, das Gaddafi-Regime für den Kampf gegen die Rebellen mit frischen Waffen zu versorgen. Das Verkaufsangebot durch von Peking kontrollierte Firmen habe Panzer, Raketenwerfer und Munition im Wert von 200 Millionen Dollar (141 Millionen Euro) umfasst, berichteten die "New York Times" und die kanadische Zeitung "The Globe and Mail" gestern. China bestreitet dies.

Das Weiße Haus widersprach unterdessen der Darstellung, die Bundesregierung habe die USA mit ihrer Libyenpolitik verärgert und Deutschland unter den Nato-Verbündeten isoliert. Präsident Barack Obama sei "sehr zufrieden mit der Rolle, die Deutschland spielt", sagte Caitlin Hayden, die stellvertretende außenpolitische Sprecherin des Präsidenten, dem Berliner "Tagesspiegel". dpa

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