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Gesandte des Dalai Lama reisen nach China

Gesandte des Dalai Lama reisen nach China

Peking/Neu Delhi/Hongkong. Sieben Wochen nach dem Ausbruch der Unruhen in Tibet wollen Gesandte des Dalai Lama und die chinesische Regierung an diesem Wochenende erstmals einen Dialog aufnehmen. Zwei Sondergesandte des geistlichen Oberhaupts der Tibeter sollen an diesem Samstag in China zu "informellen Gesprächen" mit Regierungsvertretern über die Tibet-Krise eintreffen

Peking/Neu Delhi/Hongkong. Sieben Wochen nach dem Ausbruch der Unruhen in Tibet wollen Gesandte des Dalai Lama und die chinesische Regierung an diesem Wochenende erstmals einen Dialog aufnehmen. Zwei Sondergesandte des geistlichen Oberhaupts der Tibeter sollen an diesem Samstag in China zu "informellen Gesprächen" mit Regierungsvertretern über die Tibet-Krise eintreffen. Das teilte die tibetische Exilregierung mit Sitz in der nordindischen Stadt Dharamsala am Freitag mit. Ort und Zeitpunkt der Gespräche der Gesandten Lodi Gyaltsen Gyari und Kelsang Gyaltsen mit der chinesischen Seite wurden allerdings nicht genannt. Das Treffen ist der erste offizielle Kontakt der chinesischen Führung mit Vertretern der tibetischen Exilregierung seit den Unruhen im März. Dabei kamen nach Angaben der Exilregierung mehr als 200 Menschen ums Leben. Peking spricht von rund zwanzig Todesopfern. Bei dem "kurzen Besuch" wollen die Gesandten die "tiefe Sorge" des Dalai Lama über das Vorgehen der chinesischen Behörden in Tibet zum Ausdruck bringen. Es sollen Vorschläge des Dalai Lama unterbreitet werden, wie Frieden und Stabilität in der Region erzielt werden könnten. Ziel sei es, eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung der Tibet-Frage zu finden. Mit Fackel auf den Gipfel Am Mount Everest haben derweil die letzten Vorbereitungen für den Fackellauf auf den höchsten Gipfel der Welt begonnen. Die Läufer hätten ihr Kletter- und Anpassungstraining aufgenommen, sagte der Sprecher des Teams, Zhang Zhijian, laut China News Service. Wenn das olympische Feuer dieser Tage auf den 8848 Meter hohen Mount Everest getragen wird, muss die Flamme der sauerstoffarmen Luft, extremer Kälte und möglicherweise heftigen Stürmen trotzen. Die Chinesen haben dafür eine High-Tech-Fackel konstruiert und dafür angeblich mehr als eine Million Euro investiert.Exil-Tibeter kritisieren den Fackellauf in Tibet, weil sie darin eine Bestätigung des chinesischen Machtanspruches über ihr Hochland sehen.Beim ersten olympischen Fackellauf in China übertönten unterdessen jubelnde Massen die vereinzelten Proteste in Hongkong. Pro-tibetische Demonstranten beklagten, sie seien bedroht und abgedrängt worden. Auf der 30 Kilometer langen Etappe beschützten 3000 Polizisten die Fackel. Polizeiangaben zufolge habe es keine Verhaftungen gegeben. Die Polizei führte aber einige Tibet-Aktivisten ab und ließ sie andernorts wieder frei, angeblich zu ihrer eigenen Sicherheit. Mehreren Tibet-Aktivisten hatten die Behörden zuvor die Einreise nach Hongkong verwehrt. dpa/afp