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Gesamtzahl der Riester-Verträge erstmals rückläufig

Gesamtzahl der Riester-Verträge erstmals rückläufig

Die Zahl der staatlich geförderten Riester-Rentenverträge zur privaten Altersvorsorge ist erstmals seit dem Start im Jahr 2001 zurückgegangen. Ende März gab es mit etwa 15,65 Millionen Verträgen rund 27 000 weniger als Ende 2012.

Das geht aus Zahlen des Bundesarbeitsministeriums für das erste Quartal 2013 hervor. Bei den reinen Versicherungen beläuft sich das Minus auf 31 000 Policen, bei den staatlich geförderten Fondssparplänen auf 36 000 Verträge. Bei Banksparplänen und Wohn-Riester-Verträgen für Immobiliensparer gab es dagegen noch einen Zuwachs um 40 000.

"Es ist eine gewisse Marktsättigung eingetreten", bestätigte ein Sprecher des Arbeitsministeriums die Entwicklung. Angesichts der Niedrigzinsphase sei es im Moment schwierig, "neue Gruppen" für die Riester-Rente zu gewinnen. Die Zurückhaltung sei auch bei klassischen, nicht geförderten Lebensversicherungen zu erkennen. Die Riester-Rente wurde eingeführt, um Abstriche bei der gesetzlichen Rente auszugleichen. Bis einschließlich 2011 wurden eine Million oder mehr Vertragsabschlüsse jährlich gemeldet.