Genossen sind jetzt offiziell Weltkulturerbe

Genossen sind jetzt offiziell Weltkulturerbe

Endlich mal wieder eine gute Nachricht für die SPD? Nicht so ganz, obwohl es um Genossen geht. Doch es geht um die Idee der Genossenschaften, die es in vielen Branchen gibt: Banken, Wohnungsbau, auch Windkraft. Die Unesco hat diese Idee der gegenseitigen Hilfe jetzt geadelt. Sie steht ab sofort auf der Liste des Immateriellen Kulturerbes - es ist der erste Eintrag aus Deutschland. "Rund 800 Millionen Menschen in über 100 Ländern sind genossenschaftlich organisiert und setzen sich so für die nachhaltige Entwicklung ihrer Regionen ein", sagte Staatsministerin Maria Böhmer gestern bei der Verleihung der Urkunde.

Ahnherr der Genossenschaften ist Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888). Er hatte angesichts der Not der Landbevölkerung die besondere Art der Selbsthilfe entwickelt, und zwar in Rheinland-Pfalz. Über die nächste deutsche Unesco-Nominierung "Orgelbau und Orgelmusik" soll im Dezember entschieden werden.