Pro & Contra Genderverbot Warum ich das Genderverbot in Bayern für absolut falsch halte

Meinung · Wie sehr das Thema Gendern viele Menschen in Wallung bringt, erstaunt unsere Autorin Marie Trappen immer wieder. Warum sie das Genderverbot in Bayern für falsch hält.

Das Gendersternchen wird immer mehr zum Alltag.

Das Gendersternchen wird immer mehr zum Alltag.

Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ach ja, das leidige Thema Gendern. Es erstaunt mich immer wieder aufs Neue, wie kontrovers dieses Thema hierzulande diskutiert wird und wie leicht sich damit die Gemüter erhitzen lassen. Warum genau es so umstritten ist, Sprache möglichst inklusiv zu gestalten – wo wir uns doch sicherlich einig sind, dass unsere Gesellschaft insgesamt so sein sollte, dass möglichst niemand außen vor bleibt – wird sich mir wohl nie ganz erschließen.

Saarland plant kein Genderverbot wie Bayern - gut so

In Bayern ist das Gendern nun seit 1. April an Behörden, Schulen und Hochschulen verboten – leider kein Aprilscherz. Dabei waren Behörden dort ohnehin schon verpflichtet, sich an die deutsche Rechtschreibung zu halten, die die Verwendung von Sternchen, Doppelpunkten oder Unterstrichen zur Versinnbildlichung aller Geschlechter nicht vorsieht.

Im Saarland ist, zumindest Stand jetzt, eine vergleichbare Verordnung nicht vorgesehen. Im Gegenteil, laut Bildungsministerium soll geschlechtersensible Sprache gefördert werden. Recht so!

Gendern braucht weder Verbot noch Pflicht

Es braucht weder ein Verbot noch eine Pflicht. Beim Gendern sollte es darum gehen, dass jeder Mensch für sich entscheiden kann, wie inklusiv er oder sie die eigene Sprache gestaltet. Dabei gilt natürlich auch für alle, die das Gendern nicht mögen: Es steht ihnen frei, es sein zu lassen. Was könnte fairer sein als das?

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