Frankreich erlebt Merkels Handy-Moment

Frankreich erlebt Merkels Handy-Moment

Lange Zeit nahm Frankreich die Serie an Veröffentlichungen über die amerikanischen Späh-Aktionen nur zur Kenntnis und ging dann zur Tagesordnung über. Nun ist Paris selbst Opfer der NSA-Spionage. Ein Rückblick auf die deutsche Abhör-Affäre.

23./24. Oktober 2013: Durch Medienberichte wird bekannt, dass die NSA Merkels Handy ausspioniert hat. Ihre erste Reaktion: "Ausspähen unter Freunden - das geht gar nicht." 18. Januar 2014: US-Präsident Barack Obama versichert im ZDF : "Solange ich Präsident der Vereinigten Staaten bin, muss sich die deutsche Kanzlerin darüber keine Sorgen machen." 2. Mai 2014: Merkel sieht angesichts der Affäre weiterhin Probleme im Verhältnis zu den USA. Es gebe "noch einige Schwierigkeiten zu überwinden", sagt sie nach einem Treffen mit Obama . 4. Juni 2014: Generalbundesanwalt Harald Range teilt mit, dass er wegen des Abhörens der Kanzlerin ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Mitarbeiter von US-Nachrichtendiensten eingeleitet hat. 11. September 2014: Der Generalbundesanwalt informiert Vertreter des NSA-Untersuchungsausschusses des Bundestags über die Ermittlungen. 12. Juni 2015: Die Ermittlungen werden aus Mangel an Beweisen eingestellt.