1. Nachrichten
  2. Politik

Finanzinvestor CVC steigt für 2,4 Milliarden bei Evonik ein

Finanzinvestor CVC steigt für 2,4 Milliarden bei Evonik ein

Düsseldorf. Die Entscheidung über den neuen Großaktionär des Essener Evonik-Konzerns ist gefallen. Der britische Finanzinvestor CVC wird nach Informationen aus Verhandlungskreisen für 2,4 Milliarden Euro einen Anteil von 25,1 Prozent an dem aus der früheren Ruhrkohle AG hervorgegangenen Unternehmen erwerben

Düsseldorf. Die Entscheidung über den neuen Großaktionär des Essener Evonik-Konzerns ist gefallen. Der britische Finanzinvestor CVC wird nach Informationen aus Verhandlungskreisen für 2,4 Milliarden Euro einen Anteil von 25,1 Prozent an dem aus der früheren Ruhrkohle AG hervorgegangenen Unternehmen erwerben. Verkäufer des Anteils ist die RAG-Stiftung, die nach ihrer Bestimmung mit dem Erlös aus dem Verkauf von Evonik-Anteilen den Auslauf des Steinkohlenbergbaus finanzieren soll. Die Vorstände von Stiftung und Unternehmen haben den Deal bereits abgesegnet. Zustimmen müssen das Stiftungskuratorium und der Aufsichtsrat des Konzerns. Sitzungen der Gremien sind für den 11. und 13. Juni geplant. An der Zustimmung wird angesichts des hohen Verkaufspreises nicht gezweifelt. Immerhin wird der Evonik-Konzern mit seinen Sparten Chemie (Degussa), Energie (Steag) und Immobilien damit insgesamt mit 9,6 Milliarden Euro bewertet. 2006 hatte ein Gutachten den Firmenwert bei einem Verkauf über die Börse mit fünf Milliarden Euro ermittelt. CVC Capital Partners verwaltet weltweit rund 23,5 Milliarden Euro und gehört damit zu den größten europäischen Finanzinvestoren. Mit dem Aktienpaket von 25,1 Prozent hat sich CVC eine Sperrminorität bei Evonik und damit Mitspracherechte bei wichtigen Entscheidungen gesichert. Vereinbart wurde dem Vernehmen nach eine Haltedauer von mindestens drei und maximal fünf Jahren. Ein Ausstieg soll über eine Börsenemission erfolgen. Die RAG-Stiftung will auf Dauer maximal knapp 75 Prozent der Aktien abgeben, auf absehbare Zeit aber über eine Sperrminorität von 25,1 Prozent ihren Einfluss bei Evonik sichern. hwb