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FDP setzt auf stabilen Burgfrieden im Wahljahr

FDP setzt auf stabilen Burgfrieden im Wahljahr

Berlin. Die FDP setzt mit ihrer neuen Doppelspitze Rösler-Brüderle auf einen schwarz-gelben Sieg bei der Bundestagswahl im Herbst. Eine Revanche aus der Union für das Leihstimmen-Debakel in Niedersachsen fürchten die Liberalen nicht. Rösler vertraut auf die gute Zusammenarbeit in der Koalition. "Mein Verhältnis zu Angela Merkel ist entgegen anders lautender Gerüchte sehr gut

Berlin. Die FDP setzt mit ihrer neuen Doppelspitze Rösler-Brüderle auf einen schwarz-gelben Sieg bei der Bundestagswahl im Herbst. Eine Revanche aus der Union für das Leihstimmen-Debakel in Niedersachsen fürchten die Liberalen nicht. Rösler vertraut auf die gute Zusammenarbeit in der Koalition. "Mein Verhältnis zu Angela Merkel ist entgegen anders lautender Gerüchte sehr gut. Daran wird sich auch nichts ändern", sagte der Vizekanzler dem "Handelsblatt". Parteivize Sabine Leutheusser-Schnarrenberger glaubt sogar an einen "besonders fairen" Umgang zwischen Union und FDP zur Wahl im September.

Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Christian Lindner betonte dennoch, die FDP müsse ihre Eigenständigkeit auch in Koalitionen pflegen. "Wir dürfen uns nicht abhängig machen", sagte Lindner. An der Wahlkampfspitze sollen Rösler und Brüderle stehen. Auf diese Tandemlösung hatten sich die Liberalen am Wochenanfang geeinigt. Brüderle wird Spitzenmann im Wahlkampf. Den Parteivorsitz, den Rösler ihm überraschend anbot, lehnte der 67-Jährige ab. Auf einem vorgezogenen Bundesparteitag im März will Rösler nun für zwei weitere Jahre als FDP-Chef kandidieren.

Erste Zweifel, ob die Doppelspitze Rösler-Brüderle die Wende bringe, meldete der Altliberale Gerhart Baum bereits an. "Das ist alles keine Erfolgsstory", sagte der frühere Bundesinnenminister. Die Umfragen im Bund würden schlecht aussehen. dpa