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Familienministerin Schröder kann sich Schwarz-Grün "vorstellen"

Familienministerin Schröder kann sich Schwarz-Grün "vorstellen"

Berlin. Die Debatte über die mögliche Regierungskoalition nach der Bundestagswahl 2013 gewinnt an Schwung. Mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat am Wochenende überraschend ein Kabinettsmitglied offen Sympathie für Schwarz-Grün geäußert. Schröder sagte im Hessischen Rundfunk: "Ich kann mir Schwarz-Grün prinzipiell schon seit langem vorstellen

Berlin. Die Debatte über die mögliche Regierungskoalition nach der Bundestagswahl 2013 gewinnt an Schwung. Mit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat am Wochenende überraschend ein Kabinettsmitglied offen Sympathie für Schwarz-Grün geäußert.Schröder sagte im Hessischen Rundfunk: "Ich kann mir Schwarz-Grün prinzipiell schon seit langem vorstellen." Es komme aber sehr auf die handelnden Personen an: "Wenn die Optionen so wären, müsste man drüber reden, und dann sollte man vorurteilslos schauen."

Grünen-Chef Cem Özdemir ließ Schröder abblitzen. Eine schwarz-grüne Koalition sei "für 2013 kein Thema", sagte er. "Bei den Themen Energiewende, soziale Teilhabe, offene Gesellschaft oder Europa muss die Union sich ab nächstem Jahr in der Opposition der gesellschaftlichen Veränderung stellen."

CSU-Chef Horst Seehofer widersprach Schröder umgehend. Er betonte, es gebe gravierende Unterschiede zwischen der Union und den Grünen. Dies gelte unabhängig vom jeweiligen Spitzenpersonal der Grünen.

Nach dem von der "Bild am Sonntag" veröffentlichten Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Emnid hätten derzeit allerdings nur eine große Koalition oder aber Schwarz-Grün eine Mehrheit.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle kündigte unterdessen einen Lagerwahlkampf an. Es gehe um die Fortsetzung der christlich-liberalen Koalition, die für stabiles Wachstum, stabiles Geld und ein Nein zu Steuererhöhungen stehe. dapd