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Experiment geglückt: Forscher ernten 200 Kilo Gemüse in der Antarktis.

Raumfahrt : Forscher ernten 200 Kilo Gemüse in der Antarktis

Bremen Mehr als 200 Kilo frisches Gemüse hat ein Forscher im zurückliegenden Jahr in der Antarktis geerntet – ohne Erde, Tageslicht und Pestizide.

In einem speziellen Gewächshaus nahe der Polarforschungsstation Neumayer III
wuchsen unter anderem Salat, Gurken und Tomaten. „Ich war tatsächlich überrascht, dass wir so viel ernten konnten“, sagte der Raumfahrtingenieur Paul Zabel vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gestern in Bremen.

Mit dem Anbau von Erdbeeren und Paprika wollte es dagegen nicht so recht klappen. Wissenschaftler wollen nun in den nächsten Monaten die Ergebnisse des Projekts genauer auswerten und dafür auch mehr als 300 Proben analysieren, die Zabel über Monate im Gewächshaus gesammelt hat. Sie erhoffen sich wichtige Erkenntnisse darüber, wie Gewächshäuser künftig Astronauten auf Mond oder Mars versorgen könnten.

Bis das Gewächshaus allerdings tatsächlich im Weltraum einsetzbar ist, werden nach Ansicht von Projektleiter Daniel Schubert noch zehn bis 20 Jahre vergehen. Die Versuche in der Antarktis sollen deshalb weitergehen. Noch in dieser Woche wird ein Team dorthin fliegen, um das Gewächshaus zu verbessern. Danach sollen neue Pflanzen gesät werden.